Frédéric Malle


SUPERSTITIOUS


  CHF 215.00


Alber Elbaz für Editions de Parfums Frédéric Malle: Superstitious

Superstitious ist eine echte Abstraktion mit unendlichem Tiefgang, es sublimiert die Haut. Frauen werden in diesem Parfum einen Spiegel ihrer eigenen Komplexität, Emotionen, Verführungskraft und geheimnisvollen Aura wieder erkennen.

Frédéric Malle über die Zusammenarbeit:  
Seit langer Zeit schon bewundere ich Alber Elbaz, dessen Arbeit ich Ende der 90er-Jahre kennen lernte, als Pierre Bergé ihn zum Nachfolger von Yves Saint Laurent bestimmte. Meine Mutter trug Saint Laurent, wie viele andere Frauen aus ihrem Umfeld auch, ich bin inmitten dieser Ästhetik aufgewachsen, sie hat meinen Geschmack geprägt. Als ich die Kleidung seines Nachfolgers zum ersten Mal sah, war ich positiv überrascht, weil er Saint Laurents Genie Ehre erwies und zugleich einen Stil für meine Generation entwickelte. Als Alber zu Lanvin ging, trug meine Frau Marie oft Kleider, die er entworfen hatte, worüber ich sehr erfreut war.

Ich bewunderte Alber, aus der Ferne. Er zog mich auch an, weil unsere vielen gemeinsamen Freunde einstimmig eine besondere Zuneigung für ihn hegten, jene tiefe Zuneigung für Menschen, die wir wirklich mögen.

Vor einigen Monaten dann überwand ich meine Schüchternheit, bat unseren gemeinsamen Freund Elie Top um seine Telefonnummer, und lud Alber zum Mittagessen ein. Bei dieser Begegnung redeten wir viel und entdeckten, dass wir nicht nur gemeinsame Freunde hatten, sondern auch über das Leben und unsere Berufe gleicher Anschauung waren. Schließlich wurde mir klar, dass Alber und ich Rollen tauschen könnten: als Herausgeber von Parfums besteht meine Rolle nämlich darin, andere über ihre eigenen Grenzen hinauszuführen und weiterzubringen. Diesmal stand ich jemandem gegenüber, der mich dazu anspornte, für ihn über mich selbst hinauszuwachsen. Alber ist großzügig. Großzügig in seinen Ideen, seinen Entwürfen und seiner Aufmerksamkeit und aus diesem Grund möchte man ihm - als überspitzte Höflichkeitsgeste – seine Großzügigkeit hundertfach vergelten. Ich hatte Unmengen Ideen und anstatt sie vorsichtig zu filtern, zeigt ich ihm alles.

Alber sagt, dass in unserer durchprogrammierten, organisierten und logisch erscheinenden Welt immer und überall etwas Essenzielles vernachlässigt werde, nämlich das Irrationale. Jenseits der Worte, Bilder und Vernunft teilen wir die Ansicht, dass wir uns von einem sechsten Sinn und von unserem Aberglauben leiten lassen sollten, den wir weder verurteilen noch unterdrücken sollten, dass wir uns von unseren Instinkten treiben lassen sollten. Wenn wir gemeinsam ein Parfum entwickeln sollten, würde es diesem geheimnisvollen Anteil Rechnung tragen. Wie ein Buch, das jeder auf seine Art und Weise sieht, würde unser Parfum der Fantasie freien Lauf lassen. Wie Albers Kleidung würde das Parfum außerdem die Macht der Trägerin verstärken und ihr eine lang nachwirkende Spur verleihen.

Sehr schnell war uns klar, wie unser gemeinsam entwickeltes Parfum heißen würde: Superstitious.

So fing alles an.

Ohne jegliche Zurückhaltung zeigte ich Alber Ideen. Er entschied sich für diese oder jene und entwickelte sie weiter. Im vergangenen Frühling legte ich ihm einen schwarzen Flakon mit einem goldenen Auge als Symbol für den Aberglauben vor. Grundsätzlich gefiel ihm die Idee, dann nahm er kommentarlos meinen roten Filzstift in die Hand und skizzierte einfach so drei Augen. Eine der Skizzen erinnerte mich in ihrer Ausdrucksstärke und Bescheidenheit an den Schmuck von Alexander Calder. Es war auch sein Lieblingsentwurf und so wurde dieses Auge zu unserem Symbol.

Alles ist auf diese freundschaftliche Art verlaufen. Ich sammelte Ideen und entwickelte mit meinem New Yorker Team tausend Varianten, schließlich legte ich Alber bei einem Mittagessen ohne Beklemmung vor, was wir uns ausgedacht hatten. Bei diesem Hin und Her konnten wir alles eliminieren, das uns nicht absolut notwendig erschien und jene Lösungen vorantreiben, die uns richtig erschienen. Nach diesen Gesprächen sagte ich mir oft, dass es genau diese Momente waren, die als junger Mensch ausschlaggebend für meine Berufswahl gewesen waren. Alber wurde in Tanger, Marokko, geboren und ist in Tel-Aviv, Israel, aufgewachsen, er hat in New York gelebt – und ist dennoch unter meinen Freunden der typische Pariser schlechthin. Der Bewohner des ewigen Paris, des Paris in Gold und Schwarz. Um diese tiefgehende und zeitlose Eleganz zu illustrieren, übernahm ich ihre Codes und aus Albers mit rotem Filzstift auf einem Eckchen Papier skizzierten Auge wurde ein Auge in Altgold auf tiefschwarzem Lack. Wie bei Albers Kleidern, deren Struktur man nicht erkennen kann, wollte ich ihm einen echten „Klassiker“ schenken: ein offensichtlich hochwertiges Parfum, dessen Zusammensetzung man jedoch nicht ganz erraten kann, und das ist das Schönste daran.

Der Zufall wollte es, dass ich seit über einem Jahr mit Dominique Ropion in Richtung eines „großen Blumen Aldehyds“ arbeitete. Also einer klassischen Architektur, die von einem der größten Parfümeure seiner Generation neu interpretiert worden war, und aus den kostbarsten Rohstoffen bestand. Nachdem ich den immer großzügigen Dominique davon überzeugt hatte, vielleicht „sein“ Parfum abzutreten, ließ ich Alber den Duft riechen und er verliebte sich sofort. Dann begegnete Dominique Alber, hörte ihm zu, verstand ihn und vollendete sein Werk mit Alber vor Augen. Insofern wurde Superstitious wie einer der großen Klassiker entwickelt. Wie ein Parfum aus einer Zeit, in der die Parfümeure alleine arbeiteten und ihre Werke den Modeschöpfern, deren Namen das Parfum tragen sollte, erst im fast fertigen Zustand zeigten.

Wie bei einem Couture-Kleid passte Dominique sein Kunstwerk Albers Wünschen an. Seine Schöpfung entzieht sich der Klassifizierung, es ist ein modernes Parfum und erinnert zugleich an einige der Parfumklassiker aus anderen Zeiten. Ein Parfum aus den kostbarsten Rohstoffen, wie türkischer Rosenessenz, ägyptischem Jasmin, Pfirsich- und Aprikosensamt, Weihrauch, Labdanum-Resinoid, Sandelholz, Vetiver aus Haiti, Patschuli, Moschus usw. Dennoch ist keiner dieser Stoffe eindeutig zu erkennen, oder nur sehr flüchtig.

 


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